Restaurierung einer Ikone (Freude aller Betrübten)

Nachfolgend werden verschiedene Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten an einer Ikone dargestellt. Die Fotos zeigen den Vorzustand und die fertige Restaurierung. 

Wiederherstellung einer Ikone

Die Ikone wies vor der Restaurierung folgende Schäden auf:

  • Ausgebroche fehlende Farbschichten
  • Übermalungen
  • Lose Bereiche der Malschichten
  • Verschmutzungen
Ikone vor der Restaurierung

Durchgeführte Restaurierung an der Ikone

Im Rahmen der Restaurierung wurden verschiedene Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung der Ikone durchgeführt. Zunächst erfolgte die Festigung der losen Farbschichten, um weiteren Substanzverlust zu verhindern. Anschließend wurden unsachgemäße oder später hinzugefügte Übermalungen sorgfältig abgenommen, um die ursprüngliche Bilddarstellung freizulegen. Die Oberflächen wurden mit speziell ausgewählten Lösungsmitteln gereinigt, um Schmutz und Verunreinigungen zu entfernen, ohne die originale Substanz zu beeinträchtigen. Zudem wurden Teile des Kreidegrundes wiederhergestellt, um eine Basis für die Malschicht zu gewährleisten. Abschließend erfolgte eine fachgerechte Restaurierung und Retusche der fehlenden Partien, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzielen.

Ikone nach der Restaurierung

Kurz formuliert:

  • Festigung der losen Farbschichten
  • Abnahme der Übermalungen
  • Reinigung der Oberflächen mit Lösungsmitteln
  • Wiederherstellung des Kreidegrundes
  • Fachgerechte Restaurierung/Retusche der fehlenden Übermalungen

Bedeutung der Ikone

Die Ikone der Gottesmutter „Freude aller Betrübten“ gehört zu den eindrucksvollsten Trostbildern der orthodoxen Tradition. Im Zentrum steht Maria als mitfühlende Fürsprecherin, die sich den leidenden Menschen zuwendet. Sie erscheint nicht als entrückte Himmelskönigin, sondern als nahe Helferin, die Krankheit, Armut, Trauer und Verzweiflung wahrnimmt und vor Gott trägt. Umgeben von Notleidenden und von Engeln begleitet, wird sichtbar, dass menschliches Leid nicht unbeachtet bleibt, sondern in eine Beziehung zum Göttlichen eingebunden ist. Christus erscheint über ihr als Quelle aller Gnade und macht deutlich, dass Trost und Heil letztlich von Gott ausgehen. Die Ikone vermittelt die Hoffnung, dass Leid nicht das letzte Wort hat. Sie lädt den Betrachter ein, eigene Sorgen und Schmerzen in das Gebet einzubringen und in der Fürsprache der Gottesmutter Halt, Zuversicht und innere Stärkung zu finden.

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